Schweizer Monat
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Was Sie wissen sollten, bevor Sie über die Ecopop-Initiative abstimmen.
Von Dirk Maxeiner, Michael Miersch

© privat.

«Opa, warum sind die Fische tot?», fragt das kleine Mädchen. Und Opa antwortet: «Weil die Industrie das Rheinwasser vergiftet hat.» Dieser Dialog stammt aus einem Fernsehwahlspot der deutschen Grünen von 1983, dem Jahr, als die Partei erstmals in den Bundestag einzog. Für die Rolle des freundlichen Grossvaters heuerten die Werbefilmer nicht irgendeinen Statisten an, sondern Werner Vogel, den Spitzenkandidaten der nordrhein-westfälischen Liste....
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Das Netz umgibt uns überall. Engt es uns aber mit Kontrolle ein oder bringt es uns durch Verknüpfung weiter? Beides, meint Sascha Lobo, denn Genialisches und Diabolisches liegen immer nah beieinander. Ein Blitzgespräch über Internetphänomene und die dunkle Seite von Mark Zuckerberg.
Von René Scheu, Sascha Lobo

Sascha Lobo, photographiert von Werner Amann / laif.

Herr Lobo, die Digitalisierung ist ein umfassendes Phänomen. Durchlaufen wir es im Eilschritt von A bis Z: A wie Amazon!
Amazon ist eine gnadenlose Effizienzmaschine und ein Retailer, der mehr von Kundenservice und Logistik versteht als irgendjemand sonst auf unserem Planeten. In den Buchmarkt hat Amazon einige Bewegung reingebracht. Was Verlage und Autoren angeht, missbraucht Amazon seine führende Marktposition. Was aber den Kundenservice angeht, ist das Unternehmen unschlagbar; ich...
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Datenschutz ist längst kein Exotenthema mehr. Doch obwohl er in den Medien Präsenz geniesst, hat er am Stammtisch einen schweren Stand – dringt dafür aber zögerlich in Politstuben und Parlamentskammern vor. Nur: was kann ein Akteur, der selber Daten sammelt, zum Schutz der Privatsphäre beitragen? Ein Gespräch über ausbleibende Aufstände, irrationale Ängste und reale Gefahren im digitalen Zeitalter.
Von Claudia Mäder, Juli Zeh

Juli Zeh, photographiert von Benno Kraehahn / photoselection.

Frau Zeh, Sie leben in Deutschland. Fühlen Sie sich dort primär sicher oder primär überwacht? 
Primär überwacht – und deshalb unsicher: Bei mir steigt das Gefühl der Unsicherheit mit der Überwachung an! Das ist jedoch kein deutschlandspezifisches Problem, mein Empfinden wäre heutzutage vermutlich an jedem anderen Ort der Welt das gleiche.
Um auf das Missverhältnis zwischen forcierter Kontrolle und suggerierter Sicherheit aufmerksam...
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Dass Jugendliche den «heiligen Krieg» zunehmend «cool» finden, ist besorgniserregend, sagt aber mehr über den Zustand der westlichen Gesellschaften als über den Islam. Denn: Was bringt junge Leute eigentlich dazu, ein Leben in Freiheit und Frieden gegen organisierten Mord im Wüstensand einzutauschen?
Von Matthias Heitmann
Warum sympathisieren Jugendliche plötzlich offen mit islamistischen Terroristen oder ziehen selbst in den «heiligen Krieg»? Diese Frage sorgt sowohl in Familien und Schulen als auch in Regierungen für Ratlosigkeit. Europa meldet steigende Zahlen von nach Syrien oder in den Irak strömenden Freiwilligen. Bis zu 2000 Europäer sollen es mittlerweile sein. Allein in der Schweiz weiss man von rund 25 Personen, die ins Kriegsgebiet aufgebrochen sind, als hätten sie... » Mehr
Nach 20 Jahren Sendepause meldet sich Schriftsteller Rolf Niederhauser mit einem fulminanten Gesamtkunstwerk zurück, das Versatzstücke aus Road Novel, Wissenschaftsprosa und Philosophie kombiniert. Ein Ausflug ins Basellandschaftliche – und in unser aller Bewusstsein.
Von Alex Rickert, Rolf Niederhauser

Rolf Niederhauser, photographiert von Michael Wiederstein.


Herr Niederhauser, mit dem Roman «Seltsame Schleife» melden Sie sich als Schriftsteller nach zwanzig Jahren zurück im Literaturbetrieb. Der über 700seitige Roman ist ein intellektueller Road Trip, mitreissend und anspruchsvoll. Warum aber diese lange Schreibpause?
Ich habe keine Schreibpause gemacht. (lacht)
Sondern?
Ich hatte Anfang der 90er Jahre zwei grössere Erzählungen angefangen, mit denen ich aber nicht recht vorwärtskam, bis ich realisierte,...
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Die Wiedervereinigung brachte Deutschland 17 Millionen zusätzliche Einwohner mit einem völlig abgeschriebenen Kapitalstock. Viele Probleme der letzten Jahre – wie Massenarbeitslosigkeit und Staatsverschuldung – sind hierauf zurückzuführen. 25 Jahre nach dem Mauerfall werden die Erfolge dieses historischen Kraftaktes zusehends offensichtlich.
Von Daniel Müller-Jentsch

Lear 21, CC BY-SA 3.0

Am 9. November 2014 jährt sich der Fall der Berliner Mauer zum 25. Mal. Dieses epochale Ereignis, welches das Ende der DDR einläutete, war zugleich Auftakt des «Aufbaus Ost» im wiedervereinigten Deutschland. Die Bilanz dieses historischen Kraftaktes ist beeindruckend und wird auch in Deutschland noch viel zu wenig gewürdigt. Zunächst war dieser Erfolg kaum zu erwarten, denn die Kosten des Wiederaufbaus, die Beseitigung der ökologischen und sozialen Altlasten,...
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Von René Scheu
Dieses Dossier ist die Dokumentation des bisher grössten Abenteuers der Redaktion. Serena Jung, Claudia Mäder und ich sind eingetaucht in eine unerhörte, alteuropäische, neuliberale und vielfältige Welt. Nach zehn Tagen mit nachhallenden Erlebnissen sind wir wieder aufgetaucht und haben das Gesehene, Gehörte und Geschmeckte verdichtet. Folgen Sie uns auf unserem Abenteuer in die neue Welt von – Georgien!
Das junge Land, seit 1991 unabhängig, hat sich in... » Mehr
23 Hühner für ein Staatsbankett? In Georgien können die Bürger kritisch prüfen, was sich ihre Politiker genehmigen. Kein anderes Land hat im letzten Jahrzehnt effektiver gegen Korruption und Misswirtschaft gekämpft – mit politischem Willen, neuen Technologien und den richtigen Anreizen.
Von Mathias Huter
Wasser und Strom gibt es nur einige Stunden am Tag. Ob man auf eine gute Universität kommt und Prüfungen besteht, hängt von den finanziellen Verhandlungen mit dem Professor ab. Auf einer längeren Autofahrt wird man zweimal grundlos von der Polizei aufgehalten, mit ein wenig Trinkgeld ist das Problem gelöst. Ein beliebtes Geschenk zum 18. Geburtstag: ein offizieller Führerschein, gekauft für 100 Dollar. Gerüchteweise bekommt man ihn billiger, wenn der... » Mehr
Russischkenntnisse empfohlen, Trinkfestigkeit unabdingbar: Wer im Kaukasus auf Berge steigen will, braucht anderes Rüstzeug als in den Alpen. Ein Selbstversuch am sagenumwobenen Kazbek.
Von Claudia Mäder

Der Kazbek, photographiert von Claudia Mäder.

 

 Mütter sind Mütter. Ob sie an der Zürcher Pfnüselküste oder im kaukasischen Bergdorf wohnen: Manchmal können sie nur den Kopf schütteln über ihre Kinder. Wie er den nun stundenlang tragen wolle, scheint die kleine Frau mit Verweis auf den bis unter die Deckeltasche gefüllten Mammut-Rucksack ihres schmächtigen Sohns zu fragen, doch sicher bin ich mir nicht. Prüfend hebt sie dann aber auch mein Gepäckstück hoch...
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Eine Begegnung der dritten Art – ein bekennender Weinliebhaber auf den Spuren von Georgiens wohl grösstem Kulturerbe: der traditionellen Weinproduktion in Amphoren.
Von René Scheu
Georgier pflegen zu sagen, Georgien sei die Wiege des Weins. Es scheint ganz so, als hätten sie recht. In Marneuli, südlich von Tbilisi, haben die Forscher unlängst 6000 Jahre alte Kerne von vitis vinifera sativa gefunden – der Weintraube. Zuerst wurden die Reben so gepflegt, dass sie sich um Bäume rankten (Name des Kultivationsstils auf Georgisch: maghlari), später um Büsche (olikhnari), seit rund 3000 Jahren werden sie als eigene Pflanzen gehegt (dablari).... » Mehr

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