Schweizer Monat
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Deutungsversuch unserer breiten egalitären Gegenwart. Ein Essay.
Von Hans Ulrich Gumbrecht

Hans Ulrich Gumbrecht, photographiert von Susanne Schleyer / autorenarchiv.de

Identität der eigenen Gegenwart aus einer übergeordneten Perspektive zu kritisieren, gehört bis heute zu den Lieblingsrollen der Intellektuellen. Dabei ist sie längst überholt – selbst wenn es eine solche Identität gibt, so fehlt doch eine solche Perspektive. Die Intellektuellenaufgabe von heute kann deshalb nicht einfach in der Identifikation einer neuen Gegenwart liegen, sondern muss den Versuch einschliessen, auch die Verschiebung des eigenen...
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Ist die Zeit reif für eine neue Landeshymne? Oder zumindest ein neues patriotisches Lied? Um diese Fragen zu beantworten, holt sich Philosoph Elmar Holenstein Inspiration bei Bertolt Brecht.
Von Elmar Holenstein

Foto von Wikmedia Commons.

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Die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft schrieb 2013 einen Wettbewerb für eine neue Landeshymne aus.1 Innerhalb eines Jahres wurden über 200 Bewerbungen eingereicht. Sechs der Eingaben sind Ende März 2015 zur landesweiten Diskussion veröffentlicht worden. Die in Umfragen oben aufschwingende Version soll, sobald sie in der Bevölkerung genügend verbreitet und beliebt ist, den...
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Politik, Wirtschaft und Gesellschaft haben sich entfremdet. Unter den Bürgern gedeiht die Unzufriedenheit über den Status quo. Und zugleich wächst die Angst vor Veränderungen. Wie findet die Willensnation zu ihrer Form?
Von Josef Ackermann

Josef Ackermann, photographiert von Giorgio von Arb.

Der Schweiz ist der nationale Konsens abhandengekommen. Klar, Meinungsverschiedenheiten gab es immer. Doch bestand Einigkeit über fundamentale Qualitäten der Schweiz: Marktwirtschaft, schlanker und bürgernaher Staat, Neutralität, gesellschaftlich-politisch-wirtschaftlicher Dialog auf Augenhöhe, persönliches Engagement in der Zivilgesellschaft. An die Stelle eines breiten und von den Parteien aller Couleurs getragenen Konsenses sind professionell bewirtschafteter...
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Öffentliche Äusserungen von Wut sind dieser Tage allgegenwärtig. Längst dient die inszenierte Rage zur Beglaubigung von Authentizität – und wird so zum allgegenwärtigen Medienereignis. Aber was ist die Wahrheit der Wut? Jens Steiner schustert sich einen Zeitgenossen zusammen und macht sich in dessen Alltag auf die Suche.
Von Jens Steiner

Illustration von Christina Baeriswyl.

«Sein Name sei Riederer. Herr Riederer. Kein Vorname, weil nicht notwendig. In jeder Hinsicht ein Kind unserer Tage. Ja, wir müssen uns Herrn Riederers Zeitgenossenschaft als absolut vorstellen. Man könnte schalkhaft sagen, der Mann sei heutig mit Haut und Haaren. In Wahrheit ist er eine papiergewordene Ausgeburt des Autors dieser Zeilen. Richtig, Herr Riederer ist pure Fiktion und trotzdem durch und durch ernst zu nehmen, weil, wie gesagt, unser aller Zeitgenosse.
Herrn...
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Die Neoliberalen haben zu sehr auf den Staat gesetzt, den jungen Anarchokapitalisten fehlt dagegen das Verständnis für die Herrschaft des Rechts. Darum gilt es, die verschütteten Prinzipien des klassischen Liberalismus freizulegen. Ein Gespräch.
Von René Scheu, Helmut Krebs, Michael von Prollius

Michael von Prollius.

SM: Meine Gesprächspartner sind Helmut Krebs, Autor des soeben erschienen Buches «Klassischer Liberalismus – Die Staatsfrage gestern, heute und morgen», und Michael von Prollius, Ko-Autor und Herausgeber der «Edition Forum Freie Gesellschaft», in der das Buch erschienen ist. Beginnen wir persönlich: Herr Krebs, wie kam ihre Zusammenarbeit mit Michael von Prollius zustande? 
HK: Mein Engagement für die Sache der Freiheit nahm erst so richtig an...
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Von René Scheu
Wer ist hier der Abzocker: Sie oder ich? – Es war Bundesrätin Doris Leuthard, die diese Frage vor ziemlich genau einem Jahr an Nationalrat Max Binder richtete. Nicht um Saläre der Angestellten staatsnaher Betriebe ging es während der Ratsdebatte und auch nicht um die Entschädigung für das hohe Amt eines Bundesrats. Das Sujet war viel profaner: Zur Diskussion stand die Verteilung der Lasten für die neue empfangsgeräteunabhängige Billag-Gebühr.... » Mehr
Von Markus Fäh, Andreas Oertli

Foto von Fotalia.

Liebe Leserinnen und Leser!
Dies ist Ihr Glückstag: Heute lesen Sie unsere letzte Kolumne «Zur Lage...»
Wir geben ohne Vorankündigung folgendes bekannt: Wir heben nicht die Franken-Untergrenze auf, sondern wir legen eine definitive Kolumnen-Obergrenze fest. Zwanzig. Keine Zeile mehr.
Wir bitten um Verständnis, dass wir bis vor kurzem immer wieder versicherten, eisern an der Verteidigung der nach oben offenen Obergrenze festzuhalten. Aber ein solch schwerwiegender...
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Von Christian P. Hoffmann
«Porno-Beamte vergnügen sich am Arbeitsplatz!» So oder ähnlich lauteten die Schlagzeilen, als jüngst eine Studie des Kantons Luzern publik wurde. Der Kanton hatte untersuchen lassen, womit seine Angestellten Zeit im Internet verbringen. Das Ergebnis: Die Hälfte aller Seitenaufrufe ist privaten, nicht geschäftlichen Charakters. Darunter auch 500 Zugriffe auf Pornoportale – pro Tag. Von schlüpfrigen Details abgesehen, die Studie zeigt vor allem: Die... » Mehr
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