Schweizer Monat
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Die Finanzwirtschaft wird zu Unrecht verteufelt. Wer investiert, trägt viel zu einer guten Gesellschaft bei.
Von Olivia Kühni, Robert J. Shiller

Robert J. Shiller, photographiert von Giorgio von Arb.

Robert J. Shiller gehört zu jenen wenigen Menschen, die mit grosser Standhaftigkeit gegenüber dem jeweiligen Zeitgeist aufrichtig nach Erkenntnis suchen. Das zeigt das Werk des Ökonomen. Während die ökonomische Mehrheitsmeinung Anfang der 2000er Jahre der angeblichen Rationalität von Märkten und der New Economy huldigte, veröffentlichte Shiller ein Buch mit dem deutschen Titel «Irrationaler Überschwang» – und zeigte nüchtern...
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Sicherheit und Privatsphäre gehen sehr wohl zusammen, meint der ehemalige Technikchef des US-Nachrichtendienstes NSA. An seinem Ex-Arbeitgeber lässt er kein gutes Haar.
Von Stephan Bader, William Binney

William Binney, photographiert von Rama / Wikimedia Commons / CC BY-SA 2.0 FR

Herr Binney, die wichtigste Frage zuerst: Ist Datensammeln ein notwendiges Übel, wenn man einen funktionierenden Nachrichtendienst als Frühwarnsystem haben will?
Informationen zu sammeln, ist noch keine Aufklärung. Das Ergebnis der Sammlung sind nur Daten. Erst wenn man versteht, was die Daten bedeuten, werden daraus «Nachrichten», wie sie für einen Nachrichtendienst sinnvoll verwertbar sind. Dann lassen die Daten Muster menschlichen Verhaltens erkennen, und...
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Die grosse Umwälzung des Arbeitsmarktes hat gerade erst begonnen.
Wie die Politik reagieren könnte.
Von Erik Brynjolfsson, Andrew McAfee

Erik Brynjolfsson, zvg.


Erik Brynjolfsson, zvg.
 
Was uns die Science Fiction einst versprach, wird gerade in rasantem Tempo zur alltäglichen Realität. Auf den Strassen fahren Autos und Lastwagen, die sich selbst lenken. Maschinen1 verstehen inzwischen unsere Sprache, finden heraus, was wir wollen, und erfüllen unsere Bedürfnisse. Sie haben gelernt, schlichte Prosa zu verfassen, neue wissenschaftliche Hypothesen zu entwickeln, Musik zu komponieren und uns – im wortwörtlichen...
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Unsere komplexe Welt verlangt nach neuen Formen der Kooperation.
Wer sie einmal ersteht, will nie wieder anders arbeiten.
Beispiele aus Schweizer Firmen.
Von Nadja Schnetzler

Nadja Schnetzler, photographiert von Laurent Burst.

Ein ganz normaler Arbeitstag bei der Firma Emmi im Schweizer Mittelland. 23 Informatikspezialistinnen und -spezialisten arbeiten gemeinsam mit weiteren 300 Mitarbeitenden mit Hochdruck daran, das gesamte Softwaresystem der Firma umzustellen. Von sieben Uhr morgens bis sieben Uhr abends arbeiten sie an Teilen eines Gesamtprojektes, das in seiner Natur unübersichtlich und komplex ist und mit jedem Tag noch anspruchsvoller wird. Das für dieses Projekt umgerüstete Stockwerk einer...
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Wie Sie Managementhypnosen entkommen.
Von Reinhard K. Sprenger

Eines der letzten Greyhound-Rennen im Walthamstow Stadium, East London, 2008, photographiert von Linda Nylind / InSight media.

Wir müssen alles ändern, uns neu erfinden, kein Stein bleibt auf dem alten!» So tönt es allenthalben aus den Teppichetagen. Dafür gibt es gute Gründe: Die vorherrschende Managementpraxis hat mit der erhöhten Umgebungsgeschwindigkeit auf den Märkten nicht Schritt gehalten. Unser Verständnis von organisierter Arbeit ist nach wie vor geprägt von der Industrialisierung im 19. Jahrhundert. Hierarchie, räumlich und zeitlich fixierte...
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Um zu arbeiten, benötigt Autorin Kathrin Passig längst nur einen Laptop und Internet. Ronnie Grob spricht mit ihr über Arbeitsproduktivität, über ihre Zeit als «Observer in Residence» an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) und über die Frage, weshalb man in Deutschland einen Steuerberater benötigt.
Von Ronnie Grob, Kathrin Passig
Liebe Kathrin, unter deinen NZZ-Kolumnen, die du zusammen mit Ira Strübel schreibst, steht jeweils: «Kathrin Passig lebt als Sachbuchautorin und Sachenausdenkerin in einem Bett in Berlin». Da frage ich mich: Wie und wo arbeitest du?
In den letzten zwei Jahren wurde mein Dasein, ohne dass ich das wollte, zunehmend nomadischer. Früher hatte man ja einen schlecht transportablen Arbeitsrechner. Und ein Bücherregal, auf das man Zugriff haben musste. Heute hat man einfach... » Mehr
Ein kalifornisches Märchen
Von Charles Yu
Es war einmal ein Mann, der hatte eine Therapeutin. Die wollte, dass der Mann ein paar Dinge aufarbeitet, indem er eine Geschichte darüber erzählt.
Der Mann wohnte ganz allein in einer 1-Zimmer-Hütte in einem ziemlich zwielichtigen Stadtteil. Eines Morgens wachte er auf und erkannte, dass es das im Grunde für ihn gewesen war. Das war nicht schlimm. Aber es war auch nicht toll. Und wahrscheinlich würde es sich nicht bessern. Der Mann war schlau genug, um sich...
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Über die Verwendung von Lebenszeit, persönlicher Energie und Geld. Eine praktische Annäherung an ethisches Investieren.
Von Peter Wuffli

Peter Wuffli, zvg.

Wer Marktwirtschaft und Wettbewerb im Rahmen offener, freiheitlicher Demokratien und die kreative Zerstörung innerhalb eines dynamischen Kapitalismus befürwortet, tut sich schwer mit dem Begriffspaar «ethisch investieren». Es reiht sich ein in andere begriffliche Kombinationen, die subtil marxistisches Gedankengut spiegeln, wie etwa «fairer Handel»: Ist Handel an sich unfair? «Work-Life-Balance»: Ist Arbeit nicht Leben? Wer über ethische...
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Sie wollen in Gutes investieren? Bestens!
Bloss: wie stellen Sie fest, ob auch Ethik drinsteckt, wo «ethisch» draufsteht?
Von Oliver Foltin
Die gute Nachricht zuerst: einer immer grösser werdenden Anzahl von Anlegerinnen und Anlegern ist es nicht mehr gleichgültig, wo und für was ihr Geld investiert wird. Sie wollen neben einer angemessenen Rendite auch zusätzlich ökologische, soziale und ethische Aspekte bei der Anlage ihres Kapitals beachtet wissen. Allerdings, und das ist die praktische Einschränkung, ist dies nicht immer einfach umzusetzen: Anleger müssen schon sehr genau hinsehen, um... » Mehr
Von Marco Salvi
Treffender als Hillel, einer der bedeutendsten Rabbiner aus dem 1. Jahrhundert v. Chr., kann man das Dilemma des ethischen Investors nicht fassen: «Wenn ich nicht für mich bin, wer ist für mich? Und wenn ich für mich bin, was bin ich?»
Spätestens seit Adam Smith wissen wir, dass es in den meisten Fällen moralisch korrekt ist, sich eigennützig zu verhalten, denn auf Märkten – sogar auf Finanzmärkten – stimmen private und soziale... » Mehr
Die US-amerikanischen Wahlen, Trump – und die nun zu ziehenden Lehren für Ökonomen.
Von Stefan Kolev
Als jemand, der noch zu Lebzeiten Breschnews in Bulgarien geboren worden ist, bewundere ich die USA, genauer gesagt das, wofür das Land traditionell steht. Trotz häufiger Konferenzbesuche ist es gerade mein längster Aufenthalt: sechs Monate an der Duke University in North Carolina, einer Privatuniversität, die mit einem gewissen Augenzwinkern Präsident Richard Nixon ihren berühmtesten Absolventen nennt.
Seit ich USA-bezogen politisch denken kann, also seit der... » Mehr
RES PUBLICA
Von Nadine Jürgensen
Anschauungsunterricht, dass viele Männer auch im Jahr 2016 Sexismus noch für salonfähig halten, gab es in den letzten Wochen zuhauf. Unter den Twitter-Schlagwörtern #notokay bzw. hierzulande unter #Schweizeraufschrei erzählten Frauen von ihren Erfahrungen männlicher Übergriffe. Ich habe mich daran bisher nicht beteiligt, auch wenn mir bewusst geworden ist, dass ich auch schon Erfahrungen gemacht habe, die mir unangenehm waren: Die Bemerkung meines Chefs, man... » Mehr
«Die Gesellschaft besteht nicht aus Menschen, sie besteht aus Kommunikation zwischen Menschen.» – Niklas Luhmann*
Von Michael Wiederstein
 
Solange ich denken kann, hat man meiner Generation und mir beigebracht, dass es nach der langen, friedlichen Spielphase unserer beschützten Kindheit vor allem darum gehe, sich anzustrengen, etwas zu lernen, fleissig zu sein, sich für eine gute Schule zu qualifizieren, dort mehr zu lernen, einen guten Abschluss zu machen, dann in der Lehre noch mehr zu lernen oder an der Uni noch höhere Abschlüsse zu machen, um schliesslich und endlich und vor allem: erfolgreich zu... » Mehr

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